Satan und ich fühlte mich als Kunde verarscht

Anscheinend nicht nur ein begnadeter Programmiere und Tipper (die Antwort-Email kam nach knapp 1 1/2 Stunde), sonder auch noch rhetorisch ein Goldstück. Tja, wenn ich das alles schon vorher gewusst hätte,… Ich ziehe meinen Hut vor Dir, Mani und kann nun wieder ohne Bedenken jedem iVolume ans Herz legen :-)!

Hallo Hubi,vielen Dank für deine Anfrage bei mani.de
Warum also ein aufwendiges Interface mit Gruppen, Playlist (die aber nicht in iTunes sichtbar sind)
iVolume bietet Gruppen an (keine Playlisten). Über eine Gruppe definiert mangenau, wie die Songs darin angepasst werden. Man kann sich also für Teilmengenseiner Songs spezielle Anpassungs-Parameter einstellen, und iVolume 3 merktsich das dann und man muss sich um nichts mehr kümmern. Einfach nur auf”Start” klicken, und iVolume sorgt dafür, dass alle Songs auf die gewünschteLautstärke gebracht werden.Wollte man so etwas in iVolume 2 machen, müsste man sich alle seine “Wünsche”merken, die Songs immer wieder neu in iTunes herauspicken und selektieren,dann in iVolume 2 immer wieder erneut die Anpassungs-Parameter passendeinstellen, und jede einzelne Gruppe anpassen.
Warum werden nicht einfach die Playlisten aus iTunes in iVolume angezeigt?
Die Semantik von iVolume Gruppen ist einfach eine ganz andere als die eineriTunes Playlist.Eine Playliste ist einfach eine willkürliche Zusammenstellung von Songs; ebengedacht zur Wiedergabe. Ein Song kann dabei in beliebig vielen Playlistensein.Mit einer Gruppe in iVolume hingegen definiert man genau, wie die Songs darinangepasst werden sollen. Daraus resultiert, dass ein Song in iVolume immer nurin genau einer Gruppe sein kann.Playlisten können daher nicht “einfach so” aus iTunes importiert werden. Undweil auch kein direkter Zusammenhang zwischen dem Sinn einer “Wiedergabeliste”und den Sinn der “Anpassungs-Gruppe” besteht, wäre das auch nicht sehrsinnvoll.Aber: Du kannst eine Playliste (oder Songs) einfach aus iTunes in eine Gruppein iVolume ziehen. Die entsprechenden Songs werden dann in iVolume in dieseGruppe verschoben.
und aufwendig animierter Geschwindigkeitsanzeige (ohne Einheit)?
Die Einheit ist der Faktor bezüglich Echtzeit, z.B. wie es iTunes auch beimCD-Brennen anzeigt.Zeigt iVolume z.B. den Faktor 100 an, so wird ein Song von 5 Minuten (= 300Sekunden) Dauer in genau 3 Sekunden analysiert.
Nun, unterm Strich tut die Anwendung was sie soll und allen design- technischen Vorbehalten zum Trotz ist sie schnell und stabil dabei!
Genau so soll es ja auch sein. ;-) Vielen Dank für das Lob!Je reibungsloser ein Programm läuft, umso mehr Arbeit steckt darin, auch wennes im Endeffekt “unspektakulärer” aussieht. Beispielsweise die Applikationenvon Apple sind meistens wahre Glanzleistungen. Das was hinterher so spielendeinfach aussieht, hat eine enorme Entwicklungsleistung hinter sich.
Das einzige was mich schmerzt ist die Tatsache, dass ich seit Version 2 (13€ -> Vollversion) für die einzige wahre Verbesserung (2 Kerne -> 2 Prozesse = mehr Speed/bessere Ausnutzung der vorhanden Hardware) noch einmal ganze 22,53€ für ein Update bezahlen musste.
iVolume 3 wurde von Grunde auf neu programmiert. Fast kein Stück Code ausiVolume 2 ist dabei eingeflossen. Die Entwicklung dauerte ca. 3 Jahre undpassierte in unserer Freizeit neben “richtigem” Job und Familie. Es stecktsehr viel Arbeit und Know-How darin, z.B. ist der größte Teil der Applikationin cross-plattform C++ Code geschrieben, um auch eine Windows-Version anbietenzu können. Der Code ist außerdem “heavily multi-threaded”, um alle Coresauszunutzen, und wer schonmal Threads programmiert hat, weiß, dass das keinZuckerschlecken ist, vor allem, wenn die Applikation danach auch noch stabilsein soll. Ein weiterer Punkt, in dem iVolume 3 der alten Version deutlichüberlegen ist, ist die Erkennung von Alben. Während die alte Version lediglichden Alben-Namen und (vom User wählbar) zusätzlich den Interpreten verglichenhat, benutzt iVolume 3 eine ausgeklügelten Algorithmus, der alle möglichenTags (Lied-Anzahl, CD-Nummer, Compilation, Unterbrechungsfreies Album, etc.)mit einbezieht und der Alben-Erkennung von iTunes sehr nahe kommt, bzw. in denallermeisten Fällen identisch ist. Weiterhin ist die Dekodierung möglichstvieler Songs ein schwieriges Unterfangen; immer wieder (aber immer seltener;-)) bekommen wir von Kunden Songs, die iVolume nicht dekodieren kann, weilsie mit irgendwelchen unüblichen Encodern erzeugt wurden. Auch hier stecktviel Know-How und Weiterentwicklugn drin; iVolume 3 versucht außerdem z.B. dieSongs zunächst mit CoreAudio (unter Mac OS X) zu dekodieren, weil der imNormalfall schneller als QuickTime ist. Erst als “Fallback” wird QuickTimebenutzt. Etc. etc. Nicht zuletzt wollten wir das ganze natürlich optischansprechend verpacken und gleichzeitig einfach benutzbar machen. Das alleswirkt sich letztendlich natürlich auf den Preis aus.

Aber wenn die Applikation so rüberkommt, dass sie ihren Job “halt einfach
macht” und dabei stabil läuft, freut uns das natürlich. Je reibungsloser sie
funktioniert, desto besser haben wir unseren Job gemacht. Auch wenn man danach
“leider” die Arbeit oft nicht erkennt, die hinter so etwas eigentlich steckt.

Dennoch vielen Dank für das Feedback! Jede Äußerung von Kunden wird natürlich
in irgendeiner Weise Einfluss auf zukünftige Entscheidungen und Entwicklungen
haben können.

Viele Grüße,
Manfred Schwind

http://mani.de – friendly software
iVolume – freihändig musik hören
LittleSecrets – der verschlüsselte notizblock